Neue Wälder
Still stehen die Wälder, während wir durch unseren Alltag rauschen. Und obwohl wir dabei kaum an sie denken, leisten sie eine ganze Menge für uns: Sie speichern Wasser, produzieren frische Luft, kühlen die Umgebung und liefern uns Unmengen an Holz. Gehen wir selbst in den Wald, steigert das nachweislich das Wohlbefinden – und boostet unser Immunsystem.
Der Wald ist uns ein Freund. Er sorgt dafür, dass es uns gut geht. Aber wie geht es ihm eigentlich?
Hitze und Dürre setzen ihm zu. Schädlinge breiten sich aus, Bäume sterben ab. Wer heute etwa in den Harz fährt, sieht den Wald vor lauter toten Bäumen nicht. Seit 2018 hat der Nationalpark 90 Prozent seiner Bestände verloren. Es ist das Extrem eines eindeutigen Trends – deutschlandweit ist nur noch jeder fünfte Baum gesund. Und seit 2024 ist klar: Der deutsche Wald hilft uns nicht mehr, das Klima zu schützen, sondern ist selbst schon zu einer Kohlenstoffquelle geworden.
Dieser Schwerpunkt führt hinein in einen Lebensraum, von dem wir abhängen und über den wir doch erstaunlich wenig wissen. Es geht um die Frage, wie der Wald der Zukunft aussehen kann – und was wir verändern müssen, damit wir eine Zukunft mit ihm haben.
Was wäre der Wald bloß ohne uns
Der Weißensteiner Wald auf der Schwäbischen Alb war lange sich selbst überlassen. So konnte eine Vielfalt entstehen, die unsere bedrohten Wälder brauchen. Was können wir hier für den Wald der Zukunft lernen? Eine Spurensuche von Vanessa Leitschuh
»Wir glauben, der Wald wird uns retten, aber es müsste umgekehrt sein«
Der Wald soll uns Erholung spenden, CO2 binden und gleichzeitig jede Menge Holz produzieren. Ganz schön viel verlangt, oder? Der Softwareingenieur Konstantin Gregor findet mithilfe eines Computermodells heraus, was dafür nötig wäre. Ein Interview von Katrin Groth
Das Ohr der Vielen
Mithilfe unserer Handys können wir alle etwas zum Erhalt der Arten beitragen: Unsere Autorin wird zum Citizen Scientist – und lernt den Wald noch einmal ganz neu kennen. Von Eliana Berger