Wie entstehen Kugelblitze?
Seit Jahrhunderten gibt es Erzählungen und Zeichnungen, die ihn als gefährliches und unberechenbares Phänomen zeigen: den Kugelblitz, ein kugelförmiges Etwas, das in der Luft schwebt oder auf dem Boden, das in Innenräumen plötzlich auftaucht und genauso plötzlich wieder verschwindet. Um den Kugelblitz ranken sich viele Mythen und mögliche Erklärungsansätze. Doch keine Theorie konnte bisher den Mythos entzaubern. Woran liegt das?
Es ist schwierig, den Kugelblitz wissenschaftlich zu erforschen. Das liegt nicht nur daran, dass finanzielle Mittel fehlen und einige Forscher:innen die Existenz von Kugelblitzen sogar anzweifeln. Es liegt auch daran, dass der Kugelblitz sich dem entzieht, was Wissenschaftler:innen zum Forschen brauchen: kontrollierte Beobachtung, wiederholbare Experimente in verschiedenen Laboren, Theorie und Simulation.
Dennoch gibt es sie: Kugelblitze – und Menschen, die das Rätsel um sie lösen wollen. Mit diesem Schwerpunkt gehören auch wir dazu.
Die Kugelblitzdetektive
Besteht der Kugelblitz aus Plasma? Oder doch aus elektromagnetischen Feldlinien? Und welche Rolle spielen Quarz und Silizium? Die Studienlage ist unübersichtlich. Ein Blick in die aktuelle Forschung von Beatrix Kouba.
Achtung Verwechslungsgefahr: Was Kugelblitze nicht sind
Was blitzt, blinkt und leuchtet da eigentlich so am Himmel? Nicht immer lässt sich das so genau erkennen, doch diese Übersicht soll Klarheit bringen – zumindest darüber, was Kugelblitze nicht sind. Von Bernd Eberhart und Katharina Wulff.
Es fiel ein großer Feuerball vom Himmel
Im sechsten Jahrhundert schilderte Gregor von Tours als einer der ersten die Sichtung eines Kugelblitzes. Seitdem hat sich in der Kugelblitz-Forschung viel getan. Eine historische Spurensuche von Florian Kappelsberger.