Bereits im Jahr 1843 nutzte Anna Atkins die Cyanotypie, um britische Algen abzubilden und gilt damit als Vorreiterin der Fotografie und als Inspirationsquelle für die Gestaltung dieses Themenschwerpunkts. In tiefem Blau zeigen wir unter anderem Illustrationen aus dem Buch Aus den Tiefen des Weltmeeres, das über die erste deutsche Tiefseeexpedition von 1898 bis 1899 berichtet.

Tiefe Wasser

In der Tiefsee herrschen extreme Bedingungen – ewige Dunkelheit, gigantischer Druck und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Und doch wimmelt sie vor Leben: Anglerfische locken mit leuchtendem Köder, Röhrenwürmer wachsen an heißen Quellen und Mikroorganismen gewinnen Energie aus Schwefel und Methan. Nirgendwo sonst gibt es so viele Arten. Die meisten davon sind uns unbekannt.

Die Tiefsee ist ein rätselhafter Riese, über den wir fast nichts wissen. Wir haben bessere Karten von der Oberfläche des Mars als vom Meeresboden. Dabei sichert die Tiefsee auch unser Überleben: als Kohlenstoffsenke und treibende Kraft unseres Klimasystems. Wenn wir diesen Lebensraum bewahren und unsere Zukunft sichern wollen, müssen wir die Tiefsee besser verstehen. Denn ihre Ökosysteme sind in Gefahr.

Mit diesem Schwerpunkt wollen wir etwas Licht ins Dunkel bringen.

Deshalb stechen wir mit Forschenden in See und gehen dem Meer auf den Grund. Im Interview erzählt Angelika Brandt, wie sie Arten in 10.000 Metern Tiefe entdeckt. Wir erfahren, wie groß der Einfluss des Menschen bereits ist – und warum die ersehnte Kartierung des Meeresbodens vielleicht mehr schadet als nützt.

Bereits im Jahr 1843 nutzte Anna Atkins die Cyanotypie, um britische Algen abzubilden und gilt damit als Vorreiterin der Fotografie und als Inspirationsquelle für die Gestaltung dieses Themenschwerpunkts. In tiefem Blau zeigen wir unter anderem Illustrationen aus dem Buch Aus den Tiefen des Weltmeeres, das über die erste deutsche Tiefseeexpedition von 1898 bis 1899 berichtet.