Grenzen des Wachstums

15.09.2018, Berlin, Astra Kulturhaus

Thema

Bei den 13. Science Notes geht es um das Wachstum und seine Grenzen, Energie und Rohstoffe, den Wert der Dinge, ihre Reparatur und die Wirtschaft, die hinter allem steht. Wir haben tolle Forscherpersönlichkeiten eingeladen und freuen uns auf unseren bereits dritten Abend im Berliner Astra. Klangmechanik macht live Musik und hat dazu seinen reactable im Gepäck. Science Notes, das ist Abend in 5 x 15 Minuten mit herausragende Forscher*Innen und krachenden Beats – und es geht um unsere Zukunft.

Vorträge

Grenzen des Wachstums – Kollaps oder Transformation

Prof. Dr. Jürgen Scheffran, Universität Hamburg

Wenn exponentielles Wachstum auf planetare Grenzen stößt, steigt das Risiko von Klimakrisen, Naturkatastrophen und Ressourcenkonflikten. Um einen Kollaps zu vermeiden, braucht es eine friedliche und nachhaltige Transformation, die eine Balance ökologischer und sozialer Systeme anstrebt und den Bewohnern des Raumschiffs Erde das Leben sichert.

 

 

Zehn Fakten zur Energiewende – Warum wir mehr Irrsinn wagen sollten

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung,
Hertie School of Governance

Ist Deutschland völlig verrückt geworden? Will eine Energiewende machen, die auf unsichere erneuerbare Energien statt auf alt bewährte Kohle und Atomkraftwerke setzen. Zehn Fakten stellt Claudia Kemfert zur Energiewende dar, und warum wir mehr Irrsinn wagen sollten.

 

 

 

Grenzen des Wachstums – Nachwachsende Ressourcen unserer Landschaften

Prof. Dr. Ralf Seppelt, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)

Nachwachsende Rohstoffe galten bisher immer als unbegrenzt nutzbar. Das allerdings erweist sich als Trugschluss: Produktivität läßt sich nicht beliebig steigern. Warum, welche Konsequenzen das hat und wie wir damit umgehen könnten zeigt dieser Beitrag.

 

 

 

Der Wert der Dinge

Prof. Dr. Silke Langenberg, Hochschule München

Der Wert eines Objektes wird nicht allein durch seinen Preis bestimmt. Das Material und die Konstruktion, wie und wo etwas hergestellt und wie weit es transportiert wurde, wieviel Energie dafür aufgewendet werden musste und wie lange es genutzt werden kann – all diese Faktoren müssen eigentlich berücksichtigt werden, wenn wir den tatsächlichen Wert eines Objektes bestimmen wollen. Und das gilt nicht für Gebrauchsgüter, sondern auch für den Baubestand.

Grenzenlose grüne Energie?

Prof. Dr. Bernd Hirschl, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung,
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Die Energiewende hatte ihren Ausgangspunkt ursprünglich in der Erkenntnis – und dem realen Erleben – von Wachstumsgrenzen und Knappheiten. Mit dem Umschwenken auf erneuerbare Energien scheint nun grenzenlos grüne Energie verfügbar – ein Trugschluss. Der Vortrag befasst sich mit den neuen Knappheiten und Grenzen sowie deren Implikationen für die Transformation des Energiesystems.

 

 

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