Klimazukunft

14.09.2019, Berlin, Heimathafen Neukölln

Thema

Der Klimwandel ist in vollem Gange. Zeit etwas zu tun! Aber was? ForscherInnen stellen sich der Frage, wie wir dem Klimawandel begegnen und unser Leben nachhaltiger gestalten können. Was ist die optimale Lösung für die Klimakrise? Bei den Science Notes berichten herausragende WissenschaftlerInnen von ihrer aktuellen Arbeit: in je 15 Minuten, verständlich und anschaulich. Supportet werden sie dabei von dem analogen Synthesizer-Duo Ströme.

Vorträge

System Change not Climate Change: Wo fangen wir an?

Prof. Dr. Maja Göpel | Leuphana Universität Lüneburg | Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)

Bild: Kai Müller

Die Debatte über radikalen Wandel nimmt Fahrt auf. Die Rufe nach einem Systemwechsel, einer grundlegenden Transformation unserer Gesellschaft, werden lauter. Doch viele schrecken vor drastischen Veränderungen zurück. Lagerdenken aber verhindert, dass wir unsere Zukunft gut gestalten. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Transformationsforschung und beleuchtet Systemwechsel als Ergebnis menschlicher Evolution und Innovation. Ein Prozess, in dem wir alle eine wichtige Rolle spielen.

Die Sicht der Jugend auf Klima, Zukunft & Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Gerhard de Haan | Institut Futur, FU Berlin

Wie denken junge Menschen über eine nachhaltige Zukunft? Was treibt sie an und woher haben sie ihr Wissen über den Klimawandel? Wir haben rund 2500 junge Menschen zwischen 14 und 24 dazu befragt. Die Ergebnisse und was wir auf der Basis dieser Erkenntnisse tun müssen – das ist Thema der kurzen Präsentation.

Klimakommunikation. Wie man Menschen zum Wandel bewegt.

Prof. Dr. Olaf Kramer | Eberhard Karls Universität Tübingen

Foto: Katja Brandt

Der Klimawandel überfordert die menschliche Wahrnehmung, weil wir uns mit schleichenden Veränderungen leicht arrangieren und eine einzelne individuelle Handlung ohne Wirkung zu bleiben scheint. Es braucht viel kommunikativen Aufwand, um mediale Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und Veränderungen anzustoßen, das leistet der momentane Protest. Mittelfristig wird es aber auch wichtig sein, auf individueller Ebene Einsicht in die Folgen des Klimawandels zu vermitteln, Menschen so zu informieren und zu motivieren, dass sie ihr Verhalten nachhaltig und längerfristig verändern. Nur so kann individueller Widerstand und Unwillen vermieden werden.

Wandel Dich, nicht das Klima!

Prof. Dr. Gerhard Reese | Universität Koblenz-Landau

Bild: Philipp Sittinger

Es scheint, als liefen wir mit offenen Armen in die Apokalypse – Klimawandel, Waldbrände, Feinstaub, Artensterben und Wasserknappheit sind globale Herausforderungen, vor denen man den Kopf in die mittlerweile sehr trockene Erde stecken könnte – und hoffen, dass schon alles gut gehen wird. Oder aber: aktiv werden und das Selbst, Freunde, Kollegen, Politik und Unternehmen wachrütteln. Gerhard Reese gibt in seiner Science Note einen Überblick darüber, warum es uns so schwer fällt, nachhaltiger zu agieren – und was passieren muss, damit unser Umweltbewusstsein in Umwelthandeln überführt wird.

Klima.Folgen.Vermeiden.

Dr. Katja Frieler & Dr. Jessica Strefler | Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

„Ist das schon der Klimawandel?“ – Ausgehend von dieser Frage liefern wir Fakten zu den Folgen des Klimawandels für uns Menschen und zeigen was jetzt passieren muss, um die Temperaturerhöhung noch auf 2°C zu begrenzen.

Live-Act

Ströme

Live am analogen modularen Synthesizer

Ströme kombiniert Musik und Technik auf beeindruckende Weise. In ihrer Performance werden zwei analoge modulare Synthesizer ohne Computer oder Samples zum Zentrum ihrer kreativen Arbeit. Dadurch können die beiden Musiker ihre Songs neu interpretieren und mit Improvisationen und spontanen Kompositionen kombinieren. (Text: https://stroeme.com)

Videos

Fotos